Galerie Schrade, Karlsruhe, Einzelansicht
Mittwoch, 27. März 2019
21.06.12 00:00

Walter Stöhrer - 6. Juli bis 1. September 2012

Wir präsentieren: Walter Stöhrer-Arbeiten auf Papier. Die Ausstellung wird am Freitag, 6. Juli, 19 Uhr eröffnet. Zur Eröffnung wird der Film über den Kißlegger Malprozess von Walter Stöhrer 1983 gezeigt, in dem Sarah Palmer die Entstehung eines Bildes wunderbar dokumentiert hat.

Die parallel in der Orangerie der Kunsthalle Karlsruhe stattfindende Ausstellung „Der Mensch ist ein Augentier“, zu der das Buch „Walter Stöhrer - Die Skizzenbücher“ erscheint,
wird ebenfalls am Freitag 6. Juli, bereits um 17 Uhr eröffnet.


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kunst,

Walter Stöhrer, der zeitlebends als ein „rebellischer Einzelgänger“ galt, entzieht sich
sämtlichen –ismen. Die Weggefährten in seinem Schaffen sind überwiegend literarische
Texte, die ihn beschäftigten, mit denen er sich auseinandersetzte, die ihm als Stachel und
Impuls für den Bildbeginn dienten.

Der in Stuttgart 1937 geborene Künstler starb 2000 in Scholderup und hinterließ ein
vielfältiges Werk, das Malerei auf Leinwand und Papier sowie Zeichnungen, Tuschen und
Radierungen umfasst.
In der Karlsruher Galerie zeigen wir die mannigfaltige Bandbreite Walter Stöhrers an
Arbeiten auf Papier. Viele seiner Arbeiten entstanden in Zyklen zu einem Thema, dass ihn
besonders interessierte, bewegte und umtrieb. Häufig begann er seine Malereien
auf Papier mit Zitaten, aber nicht die Visualisierung des Textes ist das Ziel, sondern der Text,
das Zitat dient als Anregung für die Ausdruckswelt, des Künstlers.
„Literatur als Vehikel, was ich in diesem Fall legitim finde, um diese Literatur zu
visualisieren. Andere machen es mit Musik. Irgendwelche Wechselwirkungen bestehen
immer“ (Walter Stöhrer)


Chiffren, Abstraktes und Figuratives, Farben und Überlagerungen vereinen sich in einem
Malprozess zu einem Ganzen, dass verwirrt, bewegt, Emotionen hervorruft und den
Betrachter zu immer neuen Seherlebnissen zwingt.

Lassen wir noch einmal Walter Stöhrer zu Wort kommen:
„Das Bild ist eine Haut, die ich abstoße, eine Zeichnung von innen und außen. Ich muß sie
präzise mit Hand und Kopf wie etwas Lebendiges ins Bild bringen.“


Über ihren Besuch und eine Ausstellungsbesprechung würde ich mich sehr freuen.

Ihr Ewald Schrade
© galerie-schrade.de 21.06.12

Dateien:
2012_Stoehrer_W_Pressetext_Zirkel._kl_02.pdf

Einladungskarte der Ausstellung, Ohne Titel, 1977, Mischtechnik auf Papier

Wolter Stöhrer in Atelier

Wolter Stöhrer bei gespricht

Carmen für Wondraschek, 1976, Mischtechnik/Papier (Plakatenwurf) 83x59,5 cm

Ohne Titel, 1983, Gouache, 29,5 x 42 cm (Auflage:Unikat)

Ohne Titel, Gouache, 29,5 x 42 cm

Ohne Titel, 1978, Mischtechnik/Papier, 32,4 x 25 cm (Auflage:Unikat)

Ohne Titel, 1983, Mischtechnik/Papier, 36 x 25,5cm (Auflage:Unikat)

Ohne Titel, 1978, Mischtechnik/Papier, 28,2 x 22,4 cm (Auflage:Unikat)

Ohne Titel, 1983, Mischtechnik/Papier, 36 x 25,5 cm (Auflage:Unikat)

"Besenbild", 1979, Übermalte Radierung, 77 x 54 cm